Hervorgehobener Beitrag

Interview zu den „zusätzlichen 30 neuesten Kampfjets“

Diskussionsnotizen pensionierter Wehrmänner, die im langen kalten Krieg den Auftrag der Armee „erfüllt!“ haben:

„Schweizer stimmt NEIN!!  Unser Land braucht endlich wieder einsatzfähige Langstrecken-Boden-Luft-Raketen, wie in der Armee 61 !!“

Für was brauchen wir denn welche zusätzliche 30 neueste „Kampfjets“?

So alle 30 Jahre stellt unsere Miliz-Armee wieder diese „grosse Frage“. Wir haben einen alten Militär fragen können, wie denn in den 1980er Jahren, bei der Evaluation unserer heutigen F/A-18, diese Frage beantwortet wurde.

Frage: Sie haben als junge Militärs und Ingenieurs den Aufbau der Luftverteidigung der Armee 61 miterlebt; wie Sie das im Kasten unten für Interessierte beschrieben haben. Sie wurde als „beste Luftverteidigung der Welt“ von den Experten der US Army bewertet. Warum ??

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Interview zur „Schweizer FAKE-Luftverteidigung“

Die letzten 30 Jahre : Elimination der Miliz

Warum haben wir denn heute die Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffen der Armee 61 nicht mehr ??

Frage: Bevor wir die Probleme der heute vorgeschlagenen Lösung der Luftverteidigung aufzeigen, müssen Sie uns Jungen noch erklären, wie es weiterging mit der Armee 61 und ihrer Luftverteidigung; warum sie nur noch im Museum zu bewundern ist ??

1989 fiel die Mauer: Innert weniger Wochen änderte sich die militärische Lage in Europa komplett. Unsere hochgetrimmte Armee hatte plötzlich den alten „roten“ Feind aus dem Osten nicht mehr. Unsere Fliegertruppen planten gerade die Beschaffung der 34 F/A-18. In der Industrie produzierten wir die letzten der 380 neuesten Leopard Kampfpanzer. In unserer Grenzbrigade am Rhein bereiteten wir den Einbau neuer Centurion-Geschütztürme in Bunkern vor. Die Armee hatte gerade einen geschätzten Maximalbestand von ca 820’000 Mann.

Die Friedenshoffnungen waren gross. Wiedererwachte Armeegegner und linke Politiker wollten sofort die Armee abschaffen. Ihre Volksinitiative wurde abgelehnt, bei aber 35% JA-Stimmen (1989). Das Referendum gegen die Beschaffung der 34 F/A-18 (1991/92) wurde abgelehnt, doch schon waren 43% der Bevölkerung gegen die neuen, teuren Flieger, im intransparenten Paket-Deal.

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Interview zur „Schweizer Luftverteidigung der Zukunft“

Die nächsten 30 Jahre

Die „Luftverteigung der Zukunft“,
wie sie die „Experten“ und Kommandanten uns vorstellen.

Frage: Diesmal aber haben Bundesrätin Amherd, Parlament und Volk doch einen Expertenbericht erhalten, der auf ca 200 Seiten transparent darstellt, wie die Luftverteidigung der nächsten 30 Jahre aussieht ?? Der emeritierte Astronaut Nicollier hat für diese „Doctrine“ sogar „Carte Blanche“ erteilt ??
[
Bericht-Luftverteidigung-der-Zukunft-d.pdf (PDF, 200 Seiten, 4 MB)]

Ja: Zentral sind die Seiten 76-94, wo uns die „Experten“ erklären und der Astronaut abwinkt, wie unsere Luftwaffe in den nächsten 30 Jahren die „Luftverteidigung“ der Schweiz durchführen will, für die 3 Einsatz-Szenarien:

– Wahrung der Lufthoheit in der normalen Lage:  „Luftpolizeidienst“

– Wahrung der Lufthoheit im Falle von Spannungen:  „Verstärkter Luftpolizeidienst“

– Verteidigung des Landes, seiner Bevölkerung und der krtitischen Infrastruktur:
 „Luftkrieg“


Aber es hat schon früher sehr gute technische Expertenberichte für Beschaffungen gegeben, meist aus den Offiziersgesellschaften, erstellt durch Miliz-Offiziere, -Ingenieure und -Professoren. 1992 versuchte der Kdt der Flugwaffe selbst, uns die Notwendigkeit der neuesten 34 F/A-18 für seine „Flugwaffe“ zu erklären. Diesmal ist es ein VBS-internes Team, unter Leitung eines ehemaligen Sanitätsgefreiten und einer ausländischen „Strategin“.

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Kasten 1: Geschichte der Schweizer Luftverteidigung

Der Aufbau der Schweizer Luftverteidigung, seit dem 2.Weltkrieg, ist das beste Schulbeispiel für die Erfolgsgeschichte einer demokratischen Miliz-Gesellschaft.

Schon vor dem 2.Weltkrieg hatte der damalige Bundesrat und Landwirt, auf Betreiben hoher Miliz Of, die Bedeutung einer Luftverteidigung der Schweiz im Umfeld der Aufrüstung in Europa erkannt und umgesetzt: in Beschaffungen, Ausbildungen und Aufbau von Flieger- und Fliegerabwehr-Einheiten: Hitler war sehr erstaunt und erbost, als in ersten Flügen seine modernsten Messerschmitt-Jagdflugzeuge schon über der Grenze im Jura, von ebensolchen Messerschmitt-Jägern mit Schweizer Kreuz abgeschossen und zur Flucht gezwungen wurden. Auch die optimal einstellbaren Zeitzünder der Hispano-Suiza Flab Granaten zwangen deutsche Lufttransporte zu Umwegen über Oesterreich oder Frankreich.

Die Schweiz arrangierte sich mit dem sie umschliessenden deutschen Heer: Dieses unterlies fortan Ueberflüge, und kaufte, im Austasch für Nahrungsmittel-Lieferungen aus Uebersee, weiterhin neu verbesserte Schweizer Flab Kanonen und Flab Munition von Oerlikon-Bührle.  Zum Ende des Krieges musste sich die Schweiz von den USA vorwerfen lassen, diese Waffen-Lieferungen hätten zur Verlängerung des Widerstandes der Deutschen Abwehr beigetragen. (US Strafaktionen wurden zwar später als „versehentliche Bombadierungen“ beschönigt.)

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Unsere Gruppe

Sehr geehrte Frau Bunderätin Amherd,

wir sind eine noch kleine Gruppe von Stabs Of und Uof a D, aus der grossen Miliz Armee 61. Wir suchen noch ein paar alte Mitstreiter.

Unsere Gz Br, am wichtigsten Eingangstor in unser Land, wurde 1994 aufgelöst. Unser Rgt Kdt hat uns damals entlassen, mit den Worten: „Wir haben den Primär-Auftrag der Schweizer Armee, die Dissuasion im kalten Krieg, erfüllt!“
Über 30 Jahre hatten wir, unter den Spionen-Augen der grossen Feinde im Osten, jedes Jahr unsere Dispos getestet und ausgebaut, ausgebildet und geübt, und hatten mit Erfolg demonstriert, dass wir mit allen Mitteln bereit waren, einen zu hohen Eintrittspreis durchzusetzen.
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Wartungsprobleme bei alten FA/18 und bei neuen F-35 !

Am 26.04.2019
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,

Wir wollen in einem späteren Moment Ihrer Entscheidfindung auf die Berichte des TA vom 22.04.2019, bezüglich der Einsatzbereitschaft unserer alten FA/18 zurückkommen. Hier aber zur „Wochenend-Lektüre“ ein aktueller Bericht aus den USA, zum „Wunsch-Flieger“ der Schweizer Piloten, dem neuen F-35, der in diesen Tagen evaluiert werden soll. So er denn fliegen kann!

„F-35 aircraft performance is falling short of warfighter requirements—that is, aircraft cannot perform as many missions or fly as often as required. This lower-than-desired aircraft performance is due largely to F-35 spare parts shortages and difficulty in managing and moving parts around the world.”
https://breakingdefense.com/2019/04/f-35-parts-problems-at-heart-of-low-readiness-rates-gao/?utm_campaign=Breaking%20News&utm_source=hs_email&utm_medium=email&utm_content=72113916&_hsenc=p2ANqtz-_WOOCv_sfHDaJ9gyx3TxqPoCSa9vwpfLlqPXrEhEkq7EobHNRPdLWG-23wWSmGUQ8K-0hWcC5_g4Jtzu9TOjQ5fRWE5g&_hsmi=72113916

Wir warten auf weitere Befehle!

Hightech-Waffen von der RUAG ?

Am 24.4.2019
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,

Einer unserer Stabs Of, einst Technologie-Berater, hat nach den Berichten im TA vom 22./24.4.2019 ein paar grundsätzliche Erfahrungen festgehalten:

Der Bund mit seinen Regiebetrieben hat unsere Industrie für (schwere) Investitions-Güter kaputt gemacht; wir können heute auch keine neuen Waffen mehr entwickeln.

Nach dem Krieg belieferte die „überlebende“ Schweizer Maschinen-Industrie, mit Ihren guten Ingenieuren und Monteuren, die ganze Welt: mit Fabriken und Maschinen, mit Bahnen, Lokomotiven und Zügen, mit Hafenanlagen, Förderzeugen und Lastwagen, mit Radar-Systemen, Waffen und Munition, mit Kommunikations-Infrastruktur, Zentralen und Telefonie, mit Kraftwerken, Turbinen und Reaktor-Teilen, usw.

Aber alle grossen Beschaffungen der letzten 30 Jahre in der Schweiz, für die Armee, für die SBB, für die PTT, für die Kraftwerke, etc, verliefen immer nach dem gleichen Muster: Der (einzige) Kunde bestellte, meist nach 10 oder mehr Jahren interner „Evaluation“ seiner unklaren Wunschvorstellungen, mit meist unvollendeten Spezifikationen, eine Riesenanzahl gänzlich neu zu entwickelnder „High-tech“ Systeme, die dann innert 2-5 Jahren abgeliefert sein sollten: 400 neue Schnellzug-Lokomotiven, 1000 überschwere M-Lastwagen, 380 „helvetisierte“ Panzer, 150 Doppelstock-Neigezüge, für ca 6 Milliarden, „direkt ab Blau-Pause“, zentralisierte Verkehrs-Leitsysteme für 3-? Milliarden, 400’000 neue Stgw, aber auch die „grössten“ Basis- und andere Tunnels, Gelände-Verstärkungen, und heute Hochgeschwindigkeits-Züge (wozu?) von Stadler Rail, usw.
In gnadenlosen Ausschreibungen gegen meist ausländische Konkurrenten mussten diese Aufträge meist schon mit Verlust hereingenommen werden, in der Hoffnung, durch spätere Aenderungen (sog. „Konfigurations-Management“) Mehrkosten verrechnen zu können.

All diese Investitions-Güter, sollten über 30-40 Jahre im Einsatz sein und dabei im Unterhalt total ca 2-mal mehr kosten, als im Kauf. Und alle die Hersteller mussten all ihr Know-how und Hilfseinrichtungen für diesen Unterhalt mitliefern. Alle die Regiebetriebe aber bauten, mit einem Teil des Projekt-Kredites, ihre eigenen Werkstätten und machten den Unterhalt selber, mit wenig qualifiziertem Personal.

Die meisten dieser Schweizer Industrie-Perlen überlebten diese fatalen Monster-Projekte nicht, denn das nächste Grossprojekt würde erst wieder in 30-40 Jahren „kommen“, wenn überhaupt. Die überdimensionierten Produktionen und Entwicklungsbüros wurden geschlossen, Know-how ins Ausland „verscherbelt“, die jungen Ingenieure zum Auswandern gezwungen: ABB Lok Fabrik, Winterthur Lokomotiv-Fabrik, Altenrhein- und Schindler-Waggonwerke, Saurer Lastwagen-Fabrik, SIG Waffen- und Waggon-Fabrik, Contraves, FBW, NAW, GF Giessereien, usw.

Die RUAG ist der grösste dieser Regiebetriebe, der wie die andern, mit jedem Abschluss jedes Gross-Projektes, so „organisch wuchs“: vom verstaubten M Ersatzteillager; dann mit Vorhaltung von Reparatur-Kapazitäten in leeren, MEMP-geschützten Werkstätten, für veraltete M Systeme; dann mit einer Kopie-Fabrik für Stgw, mit 14(!) Schweiz-weit verteilten unterirdischen Schiesskanälen; dann mit 2 unterirdischen Panzer-Revisions-Werkstätten; dann mit Munitionsfabriken für die Verwertung der riesigen Ueberbestände aus der Armee 61; etc. Die RUAG montierte die FA/18 Baugruppen zusammen und versucht heute, kläglich, Unterhalt zu machen. Sie sollte das FIS und andere IT-Systeme betreuen, „cyber-proof“, mit beschämendem Resultat. Sie versucht die Helikopters zu warten, ohne ausgebildete und qualifizierte Service-Mechaniker, „illegal“ und mit absehbaren Folgen, usw.

Das jüngste Beispiel der High-tech-Waffe zeigt schonungslos auf: Die RUAG hat nie neues, qualifiziertes Personal aus den Projekten übernehmen können. Sie lernte auch nie, die Projekte zu führen; jetzt wächst ihr schon die Organisation des Unterhalts „über die Ohren“. Sie kann nur „oberflächlichen“ Unterhalt machen, hat aber keine Mechaniker mit Kompetenz in Ersatzteile-Herstellung. Sie hat keine Ingenieure mit Know-how für Kampfwertsteigerungen an den in die Jahre gekommenen Systemen.

Wir werden in der Schweiz nie mehr ein neues Waffen-System entwickeln können, auch wenn es keine High-tech ist, wie die beschriebenen Minenwerfer.

Folgerungen:
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,

1. Sie müssen all die VBS-Quellen, die immer wieder über Probleme Infos liefern, abstellen, sofort fristlos entlassen. Sie schaden dem Image der Armee und ihrer Dissuasion. Und sie machen das ja auch in irgend einem Auftrag.

2. Sie müssen sofort den Abbau der erst kürzlich überholten Fest Minenwerfer stoppen. Sie sind noch lange effektiv in ihren perfekt geschützten Bunkern, eingeschossen auf die wichtigsten Eintritts-Pforten.

3. Lassen Sie sich nicht nötigen, die neue Armee „um die (noch nicht verfügbaren) Waffen herum“ zu bauen.

4. Entlassen Sie alle, die es versuchen, Sie zu nötigen; Sie können sie nicht mehr brauchen.

5. Wenn Sie genau wissen, mit welchen Mitteln Sie Ihren Auftrag in den verschiedenen Lagen erfüllen wollen, dann bestellen Sie diese Mittel: Ganz einfach, sogar on-line, lieferbar in wenigen Monaten, von einem der vielen kriegserprobten System-Anbietern, in West oder Ost.

Wir warten auf weitere Befehle !

Drängende Entscheide ? Unklarer Auftrag !

Am 24.4.2019
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,

wir vernehmen täglich aus dem Hexenkessel von Medien- und VBS-Sprechern, dass Sie „noch diesen Monat“ alle Teil-Projekte „absegnen und freigeben müssen“, die Ihre VBS-Vorgänger und -Gehilfen über Jahre vertrödelt und vermurkst haben.

Unsere, aussenstehende Lagebeurteilung:
Keines dieser Teil-Projekte basiert auf sauberen Unterlagen, ist durch die 3 Rapporte geschickt, fertig spezifiziert und formuliert worden. Jedes dieser Teil-Projekte hat nur schon die Planungs-Termine um Jahre übertroffen und die Kosten vervielfacht. Keines dieser Teil-Projekte wurde mit den anderen „konkurrierenden“ Teil-Projekten abgeglichen, geschweige denn mit dem übergeordenten Projekt eines weiteren Ausbaus der Armee. Da gibt es nichts Dringendes!

Es gibt nur einen Zeitdruck: Die Formulierung des Auftrages für eine Armee 2020. Diesen müssen Sie sich dringend erarbeiten lassen. Das ist aber keine Hexerei für 2, 3 Generalstabschefs a D aus der alten Miliz-Armee: Sie werden mit ein paar alten Gehilfen, aus den alten Gst Behelfen, in wenigen Tagen ein konsistentes Dokument zusammenbinden, das Ihren Auftrag beschreibt, mit Zahlen, Zielen und Leitplanken.
Wir warten auf weitere Befehle.

Zum Rapport Zwo

Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,
wir melden uns zum Rapport 2 !

In den Stäben unserer Milizarmee konnte jeder neue Auftrag in vernünftiger Zeit analysiert, in einen Entschluss des Kommandanten (Kdt) gefasst und als Aufträge an die Direktunterstellten, an die zugewiesenen Unterstützer und an die Logistik formuliert und umgesetzt werden.
Die Stabs-Arbeit musste anhand einer stringenten Traktandenliste ablaufen:
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