Im Krieg gegen die Mikroben 2

«De quoi s’agît-il?»

Die WHO hat schon in den 1990er Jahren vor der Ausbreitung Antibiotika-resistenter Erreger in medizinischen und sozialen Einrichtungen gewarnt und konkrete Ansätze zu deren Eindämmung gegeben. Ohne viel Echo und konkrete Praxis: Patientenzahlen und Kosten steigen weiter überdurchschnittlich. Die Spital-Industrie verkauft uns dies immer noch mit der «Ueberalterung der Bevölkerung». Sie kann damit, als einzige Industrie, von zweistellig steigenden Umsätzen und Gewinnen berichten.

US Medicare [Krankenkasse der Pensionierten] analysierte schon 2004 die explodieren­den Spitalkosten und stellte fest:
«Almost one fifth (19.6%) of the 11,855,702 Medicare beneficiaries who had been discharged from a hospital were re-hospitalized within 30 days, and 34.0% were re-hospitalized within 90 days; 67.1% of patients who had been discharged with medical conditions and 51.5% of those who had been discharged after surgical procedures were re-hospitalized or died within the first year after discharge…. We estimate that the cost to Medicare of unplanned rehospitalizations in 2004 was $17.4 billion.«

(Erschreckend ist vor allem das 51.5% Risiko von sonst gesunden, operations-fähigen Senioren, welche nach relativ harmloser Operation eine Infektion kriegen, sterben, oder für den kurzen Rest ihres damit verpfuschten Lebens zum nosokomialen Pflegefall werden! Jeder von uns Alten hat ein paar Freunde, die das in den letzten Jahren so durchgemacht haben, in unseren Schweizer Spitzen-Spitälern.)

Nach verschiedenen Kampagnen der WHO zur Hygiene in der Pflege, liest sich das Vorwort zu den «Guidelines on Hand Hygiene in Health Care» (2009) wie ein Hilferuf vor einer Kapitulation:
«Healthcare-associated infections affect hundreds of millions of patients world-wide every year.  Infections lead to more serious illness, prolong hospital stays, induce long-term disabilities, add high costs to patients and their families, contribute to a massive, additional financial burden on the healthcare system and, critically, often result in tragic loss of life.  …«

(In den medizinisch entwickelten Ländern stirbt ca 1 von 10 in Healthcare Infizierten (HAI).)



Seit 20 Jahren:  «Die grösste humanitäre Katastrophe!»

für 100e von Millionen (!!) Patienten jedes (!!) Jahr in medizinischer Behandlung kommt die Desinfektion zu spät und/oder wirkt nicht: Sie erkranken sehr schwer und lebens­gefährlich, an einer «Infektion in und aus den Spitälern» (HAI), benötigen Antibiotika und verursachen immense Kosten.

für einige 10 Millionen (!!) Patienten jedes (!!) Jahr in medizinischer Behandlung kommen auch die Antibiotika zu spät und/oder wirken nicht, gegen die «Mikroben in und aus den Spitälern» (HAI): Die Patienten erleiden einen qualvollen Tod, trotz exorbitanten Pflegekosten.

2000 – 2019:  Eine Folge von vielen «erfolgreichen» Invasionen der Mikroben.

In diesem «Krieg gegen die Mikroben in und aus den Spitälern» (HAI), traffen jährlich neue Grippe-Viren ein, und alle paar Jahre obendrauf, noch eine Gross-Invasion von neuen Corona-Viren: Zum Teil kamen sie bis zu uns und konnten sehr erfolgreich in unsere Spitäler und Pflegeheime eindringen, sich einreihen ins grosse Heer der uns schon besetzenden Mikroben.

Jahr, Gebiet Virus Anzahl Erkrankt Anzahl Tote 
2002-03, weltweit Sars-Coronavirus 8’096 774 1. «Pandemie»
2004-05, weltweit Grippe-Virus DE 32’000 Spital DE ca 20’000 
2004+, weltweit Vogel-Grippe H5N1 > 800 > 450 
2009-10, weltweit Schweinegrippe H1N1  151′-575’000 (wie 1918)
2010, Haiti+ Cholera (Bakterien)  ca 10’000 
2012, Arabien Mers-Coronavirus ca 2’500 > 800 
2014-16, W-Afrika Ebola-Virus ca 29’000 ca 11’000 
2017+, Sri Lnka Dengue-Virus > 130’000 > 300 
2019+. Kongo Masern-Virus > 250’000 > 6’000 Kinder
Epidemien seit 2000

In der Medical Community löste jede dieser Epidemien viel Hektik und Initiativen aus, für neue Mittel, für Impfungen, für Behandlungs-Techniken, etc. Nie aber für die sofortige Verhinderung der Invasion, d.h. immer vom hinteren Ende der Wirkkette her: Wenn nämlich die neuen Mikroben ihre Invasion nach wenigen Wochen erfolgreich abgeschlossen hatten, war es längst zu spät für Abwehr-Massnahmen.

Angriffsziel der neuen Mikroben waren immer Risiko-Gruppen und ihre Sammelstellen in den Spitälern und Pfegeheimen.

Die Leute ausserhalb der Spitäler schützten sich, mit Gesichtsmasken und Desinfektions­mitteln. Sie überwachten ihre Temperatur; die Jungen reisten vielleicht etwas weniger in die betroffenen Gebiete und machten dort weniger grosse Partys; aber sonst ging das Leben weiter; bald wieder wie vor der letzten Invasion.

Die Meldungen zu den «Infektionen in und aus Spitälern» wurden kaum beachtet und nicht «bewirtschaftet» von den Medien, auch wenn sie erschreckend angestiegen waren:

Jahr, Gebiet Mikroben Anzahl Erkrankte Anzahl
Tote
 
Jedes Jahr,
weltweit
Infektionen in
und aus Spitälern
ca 200-300 Mio ca 20-30
Mio
 
2017, Schweiz Infektionen in
und aus Spitälern
> 150’000 > 15’000 1. Erhebung des BAG,
an 0.9%(!) der Patienten
2019, Zürich
Herzkliniken
Infektionen nach
Herzoperationen
ca 50% 5.6% 
HAI weltweit und in der Schweiz

Januar 2020: Der niedergeschlagene Aufbruch neuer Corona-Viren in China

Angezeigt im Januar 2020 durch eine riesige Informations-Welle, die aber die wichtigen Zahlen aus Ostasien überdeckte und keine Folgerungen zog:

Jahr, Gebiet Virus Anzahl Infizierte Anzahl Tote 
30.01.2020
China +Nachbarn
Sars CoV-2 > 17’000
> 14’500 Neue/Wo
> 362
> 282 Neue/Wo
WHO: Internat.
Gesundheits-Notlage
24.02.2020
China +Nachbarn
Sars CoV-2 > 77’000
> 6’600 Neue/Wo
> 2’600
> 820 Neue/Wo
 
30.03.2020
China +Nachbarn
Sars CoV-2 > 94’341
< 2’000 Neue/Wo
> 3’532
< 140 Neue/Wo
 
Aufbruch in China niedergeschlagen

China und seine Nachbarn schlossen die äusseren Grenzen und riegelten schon durch Viren «besetzte» Kommunen hermetisch ab. Sie rüsteten alle Bürger mit Schutzmasken, effizienten Desinfektionsmitteln und Immunsystem-Boostern aus, testeten sie (alle) und überwachten über die Handys und mit starken Polizeikräften das Einhalten der Quarantäne-Anordnungen.

Der WHO-Direktor war beeindruckt von der Wirkung dieser Massnahmen, schon Ende Januar, erklärte aber trotzdem «Internationale Gesundheits-Notlage«, «aus Sorge um die mögliche Ausbreitung der Virusepidemie auf Länder mit einem schwach entwickelten Gesundheitssystem, insbesondere in Subsahara-Afrika

Hier in Europa machten wir Witze über die Kreuzfahrtreisenden, die in Japan nicht an Land gelassen wurden, bevor sie sich nicht alle angesteckt hatten. In Europa gingen die Partys weiter, vor allem bei elitärem Après-Ski und bei «international wichtigen» Fussball-Spielen.

März 2020: «Erfolgreiche» Invasion der Corona-Viren ins «schwache» Europa

Jahr, Gebiet VirusAnzahl InfizierteAnzahl Tote 
30.01.2020,
Europa
Sars CoV-2 = 23
= 20 Neue/Woche
= 0
= 0 Neue/Wo
 
24.02.2020
Europa
Sars CoV-2 = 166
= 121 Neue/Woche
= 3
= 2 Neue/Wo
 
30.03.2020
Europa
Sars CoV-2 = 350’297
> 181’722 Neue/Wo
> 26’264
> 17’509 Neue/Wo
 
Erfolgreiche Invasion in Europa

Der WHO-Direktor war schlecht informiert: Die EU, und die Schweiz im «Schlepptau», haben kein «starkes» Gesundheitssystem mehr:
Sie haben alles zum Schutz und zur Gesunderhaltung der Bevölkerung in Ausnahme-Lagen abgebaut, aufgegeben, verschachert: Sie haben nur noch eine Spital- und Pflege-Industrie, die Patienten betreut und deren Krankheiten organisiert. «Disease Management», statt Heilung, ist seit 20 Jahren das Healthcare Business-Modell in Europa.

«Fluch der bösen Tat», der Zentralisierung:
Die Länder wurden alle «überrannt», weil sie keine Grenzen mehr haben, hinter denen sie die Bürger schützen könnten, gegen die Invasion der Viren auf Menschen. Weil sie nur wenige subsidiäre Strukturen noch haben, mit denen sie die Bürger vor Ort helfend unterstützen könnten, in der Vorbereitung und während der «erwarteten» Invasion.
Weil sie keine Industrie mehr haben für medizinische Basis-Stoffe, weil deshalb fast alles Material fehlt, das es bräuchte in der Katastrophe, um die Bürger zu versorgen, Risiko-Gruppen zu schützen und zu betreuen. Und weil aus Bern, vergessen wir Brüssel, ja gar keine erprobte, fachliche Führung und keine materielle Unterstützung kommen kann, sondern nur, durch «eingekaufte Experten» erstellte, neue Anordnungen und Verbote.

Die Corona-Invasoren waren «erfolgreich»:  Man hätte zwar in jeder Pandemie-Uebung lernen sollen, dass der Schutz unserer Spitäler und Pflegeheime vor der Invasion, der wichtigste Auftrag sei. Aber dies wurde ja nie zur Kenntnis genommen und nie geübt, wo und wie die neuartig Erkrankten zu screenen und zu behandeln seien, um die Invasion der neuen Erreger ins Zentrum unseres Gesundheitswesens zu verhindern.

 In der Schweiz waren in den letzten Jahren gegen 200 voll-ausgerüstete Notspitäler, mit über 100’000 Betten, abgebaut und verschachert worden. Dafür mussten nun die Akut-Spitäler geleert und zur Aufnahme der «100’000 (!) erwarteten Corona-Opfer» vorbereitet werden.

Mit makabrem Erfolg: Unsere Spitäler blieben halb leer.
Hätte unsere Spitalindustrie «normal» gearbeitet, hätten wir etwa die folgenden HAI-Fälle gezählt, verglichen mit Zählungen der (PCR-Test positiv) Infizierten und Toten, gemäss John Hopkins Universität.

Gebiet Ende März 20
Infizierte
Ende März 20
Tote
17.Febr.21
Infizierte
17.Febr.21
Tote
Schweiz HAI  > 45’000 > 4’500 > 168’000 > 16’800
Schweiz Corona
(PCR-Test positiv)
  20’505  (PCR +)  666 504’282 (PCR +)
-317’600 «genesen»
  9’106
Welt HAI  ca 50 – 70 Mio ca 5 – 7 Mio ca 225 – 315 Mio ca 22 – 31 Mio
Welt Corona
(PCR-Test positiv ?)
  1’192’028  64’316 ca 109 Mio (PCR+)
– 61 Mio «genesen»
 ca 2.4 Mio
HAI versus Corona

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