Zum Rapport Zwo

Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,
wir melden uns zum Rapport 2 !

In den Stäben unserer Milizarmee konnte jeder neue Auftrag in vernünftiger Zeit analysiert, in einen Entschluss des Kommandanten (Kdt) gefasst und als Aufträge an die Direktunterstellten, an die zugewiesenen Unterstützer und an die Logistik formuliert und umgesetzt werden.
Die Stabs-Arbeit musste anhand einer stringenten Traktandenliste ablaufen:

Rapport 1:
– Bekanntgabe der Absicht der vorgesetzten Kdo Stelle, durch den Nof
– Bekanntgabe und Erläuterung des neuen Auftrages/Lage, durch den Kdt
– Anträge für Sofortmassnahmen, durch alle, und nach kurzem Unterbruch
– Entschluss über Sofortmassnahmen, durch den Kdt
– Aufträge für Rapport 2, durch den Kdt, an versch Gruppen

Rapport 2:
– Auftragsanalyse, durch den Kdt
– Umwelt und Feindmöglichkeiten, durch den Nof
– versch Eigene Möglichkeiten, durch die versch Gruppen
– Vergleich der eig Möglichkeiten mit Fei Möglichkeiten, durch Chef Stab
– Entschlussbeeinflussende logistische Faktoren, durch Dienstchefs
– Fragen an die Gruppen, duch Kdt, Chef Stab
– Unterbruch
– Bekanntgabe seines Entschlusses, durch den Kdt
– Aufträge zur Ausarbeitung der Befehlsausgabe

Rapport 3:
– Befehlsausgabe an die Untergebenen, durch den Kdt
– als Aufträge
– Fragen an alle, durch den Kdt
– „Ausführen!“

Die Stäbe in der Miliz-Armee waren nicht zu gross, die Zugewiesenen eingeschlossen, so dass jeder Of seinen Beitrag bringen musste, ohne Rücksicht auf Grad und Herkunft, „gleichberechtigt“.
Jeder vertrat sein spezifisches Wissen aus seiner Spezial-Ausbildung und langjährigen Führung in seiner Miliz-Truppe; zur Erfüllung der ihm zugeteilten Aufträge.

Das Vorgehen wurde immer so angewendet, sei es in der Ausarbeitung von KMob Einsatz-Plänen, in der Vorbereitung von Ausbildungs-Diensten im WK oder im „Ernstfall“ der grossen Truppenübungen.
Wurden einzelne Traktanden übersprungen oder „vergessen“, sind die Uebungen meistens „abverreckt“, auf der untersten Stufe der Ausführung im Feld, und sehr oft in der Logistik.

Zentral war der Kdt und sein Vertrauen in seinen langjährigen Stab.

Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd,
auch Sie brauchen für Ihre grösste Uebung „Turnaround“ einen solchen Stab.
Er ist schwierig zu finden in den Büros der Verwaltung in Bern. Es gibt aber viele Stabs Of a D, die sich noch einmal „aufbieten“ lassen würden. Sie haben ja alle schon mehr als 1400 Diensttage und werden auch noch ein paar weitere anhängen; für die gute Sache, bei bescheidenem Sold.

Die Stabs Of a D warten auf Ihr Aufgebot !

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